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GUN 2

GUN 2 ...  1 / 2 / 3 / ... / 40
50cm x 50cm / c-print / Doppelbilder kaschiert auf Dibond mit Scharnier / 5+2AP / 2012

Thumbnails: Hängung, Originalkaschierung mit Scharnier, Übersichtstableau,
                   Auswahl von 18 Arbeiten (von 40), Details


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Zum Zeitpunkt der Aufnahmen wurde teilweise scharf geschossen.

Die Fotoarbeit zeigt Räume. Gefahrenräume je nach Standpunkt.
Als Serie kulminiert sie Zonen des „Innen“ und „Außen“ zu einem Gesamtraum.
Dieser löst die Trennung von sicherem und unsicherem Terrain.

Die Bilder stammen aus dem Inneren und Äußeren entlang der Grenze eines weitläufigen Schießplatzes in einem großen Waldstück. Der Platz selbst ist nie zu sehen.
Zentral anvisiert wird jeweils die Vorder- und Rückseite aller Verbotsschilder, die an einem gespannten Seil rund um die Gefahrenzone hängen. Insgesamt ist in den Bildern viel Fläche für idyllische Waldnatur reserviert. Der Abstand zum Grenzzaun, der Sicherheit und Gefahr scheinbar scheidet, ist immer gleich.

Die Ansicht vom Inneren hinaus zeigt das Äußere und vice versa. Schuss und Gegenschuss.
Beide Bilder werden auf Platten so montiert, dass sie entlang der mittigen Fotoachse exakt übereinander stehen und in Gedanken zusammengeklappt werden können. Die Platten sind zudem mit einem Scharnier versehen. Die Fotoarbeit verläßt das Flächenhafte und wird selbst zu einem 3D-Objekt. Alle Räume und Zonen fallen unweigerlich ineinander. Die Gleichzeitigkeit des Blicks "hinein" und des Blicks "hinaus" betont zirkuläre Momente; und verwässert so auch noch die zeitliche Sicherheit.

Die Hängung der Klappbilder entlang der Wände eines Ausstellungsraumes würde einen Kreis analog zum Zaun schließen. Durch die Innen- und Außenansichten entstünde ein doppelt geschlossener Grenzzaun.
Die RezipientIn im White Cube wäre dann gewissermaßen gleichzeitig im Inneren und Äußeren „gefangen“ oder befände sich in einem inexistenten Dazwischen.
Räumlich, zeitlich, athmosphärisch und letztlich inhaltlich.